Der wöllene Mensch
In den vergangenen zwei Jahren musste ich mich intensiv mit meinem Körper auseinandersetzen. Für mich ist es immer wichtig, dass ich alles, das ich nicht wirklich gut verstehe “begreifbar” mache und so habe ich begonnen, Körperteile zu stricken, hier mein Bauchraum – die Tirolerinnen nennen ihn auch Wampe. Wöllen ist für mich ein mundartliches Zwischenwort: aus Wolle (wollen) und welche (welle), also WÖLLE. Gerade habe ich gelernt, dass wöllen ein Wort aus der Jägersprache ist, wenn der Falke das Gewölle von sich gibt – so vielfältig!!
Die wöllene WAMPE
- einen Dickdarm mit Blinddarm und Wurmfortsatz
- einen Dünndarm
- einen Magen
- eine Galle
- als Begrenzung oben das Zwerchfell
- als Begrenzung unten den Beckenboden
- den Zwölffingerdarm, die Bauchspeicherldrüse, die Milz
- …

und so schaut das jetzt aus
War zu sehen in der DADA Ausstellung an der HTL Galerie, Innrain 29, 6020 Innsbruck vom Freitag, 14. 12. 2012 – 20.1.2013